Wohnungseinbrüche:Bundesinnenminister de Maizière zeigt eine klare Kante!

Mitunter sind es seltsame Ansichten und Pläne, die uns – via Politik – erreichen. So wie unlängst, als Pläne, Ladendiebstähle nur noch als Ordnungswidrigkeit zu ahnden, publik wurden …

Ein Ansinnen, über das sich der Einzelhandel, völlig zu Recht, erbost hat:

Lasche Strafverfolgung wäre das falsche Signal!

polizei-polizeibeamte-handschellenDenn die Supermärkte verlieren – bei jährlich über 25 Millionen Ladendiebstählen – Milliarden. Kein Wunder also, dass die Branche mit Überwachungskameras und elektronischen Warensicherungssystemen aufrüstet. Eine Zeche und Kosten, die, letzten Endes, die ehrlichen Kunden bezahlen. Da mag, zumindest bei Ersttätern, die Vernehmung durch Polizeibeamte ein „heilsamer Schock“ sein.

Freilich macht sich auch in Sachen Ladendiebstahl ein höchst brisanter Trend breit. Denn nicht immer sind es Einzel- und Gelegenheitstäter, die Waren einstecken und, im kleineren Stil, an Kasse und Kassierer vorbei schleusen:

Einbrecherbanden schlagen immer öfter zu!

Denn immer öfter schlagen auch im Einzelhandel Banden ganz gezielt zu. Der Einzelhandel investiert daher jährlich rund 1,3 Milliarden Euro in den Schutz seiner Waren. Sowohl in technisches Equipment wie auch Detektive.

Doch auch die Diebe rüsten auf und werden immer professioneller. Und das allzu oft in Gruppen, wobei eine Person das Personal ablenkt, eine weitere den Rückzug sichert (fast wie in einem Agentenfilm also) und ein dritter Komplize die Ware unbezahlt einsteckt. Meist hochpreisige Produkte und Elektrogeräte, bei denen ein derartiger Aufwand lohnt.

Wohnungseinbrüche begrenzen

Auch bei Wohnungseinbrüchen stehen Fotoapparate, teure Smartphones und andere Elektronik- und Unterhaltungsartikel auf der „Wunschliste“ der Ganoven ganz weit oben. Natürlich auch Bargeld und Münzen, die sich problemlos „versilbern“ lassen.

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Immer wieder wird gemunkelt, dass auch hier oftmals bestens organisierte Banden auf Tour gehen. Eine Vermutung, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei einem Treffen mit seinem georgischen Amtskollegen, Giorgi Mghebrishvili, indirekt bestätigt hat.

Zwar ging es hier vorrangig um Rückführungs- und Visafragen, doch auch die seit Jahren deutlich ansteigende Kriminalität von georgischen Staatsbürgern in Deutschland kam zur Sprache. Eine Kriminalität, die nach Erkenntnis der Fahnder überwiegend von straff organisierten reisenden Banden verübt wird. Die werden, so jedenfalls der polizeiliche Ermittlungsstand, von Hintermännern gezielt nach Deutschland geschickt.

Deutschland und Georgien haben als Reaktion hierauf bereits heute eine enge Zusammenarbeit auf polizeilicher und justizieller Ebene etabliert, dennoch sieht Bundesminister de Maizière weiteren Handlungsbedarf:

„Die Bekämpfung der Wohnungseinbrüche hat für mich wegen der schwerwiegenden Folgen für die Opfer höchste Priorität. Es ist nicht hinzunehmen, dass reisende Banden in Deutschland auf Beutetour gehen. Dies habe ich auch mit meinem georgischen Kollegen besprochen. Wir werden unsere sehr gute Zusammenarbeit bei der Kriminalitätsbekämpfung deshalb weiter ausbauen!“

Dazu gehört, so der Innenminister, auch die Rückübernahme von Personen, die sich zu Unrecht in der Bundesrepublik aufhalten. Sicherlich ein richtiger Schritt, denn das Trauma der Betroffenen nach einem Einbruch ist oftmals groß:

Auf den ersten Schock folgen Angstzustände und ein allgemeines Misstrauen, auch in tagtäglichen Situationen. Probleme, die oftmals über Wochen und Monate anhalten und, tritt keine Besserung ein, eine professionelle Hilfe erfordern!

Autor P.Hoffmann